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Import aus den USA nach Deutschland
Zoll, Kosten & Transportwege.

Berechnen Sie jetzt Ihre Frachtkosten für den Import aus den USA. Seefracht, Luftfracht oder Express - mit Zollabwicklung.

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Leitfaden

Was bedeutet Import aus den USA nach Deutschland?

Beim Import aus den USA nach Deutschland werden Waren aus einem Nicht-EU-Staat (Drittland) in die Europäische Union eingeführt. Dabei fallen grundsätzlich 19 % Einfuhrumsatzsteuer und ab einem Warenwert von 150 EUR zusätzlich Zollgebühren an. Die Höhe des Zolls richtet sich nach der Zolltarifnummer (TARIC-Code) der jeweiligen Ware.

Die USA sind Deutschlands drittgrößter Handelspartner - mit einem Import-Volumen von über 90 Milliarden Euro jährlich. Ob Elektronik, Maschinen, pharmazeutische Produkte oder Fahrzeuge: Wer Waren aus den USA nach Deutschland importieren möchte, muss Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und die verschiedenen Transportwege kennen. Dieser umfassende Leitfaden erklärt Ihnen alle Schritte, Kosten und Dokumente für den erfolgreichen Import aus den USA - von der Warenwahl über die Verzollung bis zum Warenempfang.

Da die USA kein EU-Mitgliedstaat sind, gelten für den Import aus den USA nach Deutschland die EU-Importregeln für Drittländer. Das bedeutet: Anders als beim Warenverkehr innerhalb der EU ist eine Zollanmeldung erforderlich, und es fallen Einfuhrabgaben an. Dies gilt sowohl für gewerbliche B2B-Importe als auch für Privat-Bestellungen bei US-Onlineshops. Der Unterschied ist bedeutend: Während B2B-Importeure eine EORI-Nummer benötigen und die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer abziehen können, tragen Privatpersonen die volle Abgabenlast.

Ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA existiert nicht - das geplante TTIP-Abkommen ist gescheitert. Deshalb gelten für den Import aus den USA die regulären EU-Zollsätze, die je nach Warengruppe zwischen 0 und 25 % liegen. Hinzu kommen seit April 2025 die neuen Basiszölle im Rahmen der aktuellen Handelspolitik. Eine professionelle Spedition für den USA-Handel hilft Ihnen, diese Komplexität zu meistern und die Gesamtkosten Ihres Imports im Voraus zu kalkulieren.

Abgaben & Gebühren

Zoll und Einfuhrabgaben beim Import aus den USA

Beim Import aus den USA nach Deutschland fallen drei Abgaben an: Einfuhrumsatzsteuer (19 % bzw. 7 % ermäßigt), Zollgebühren (ab 150 EUR Warenwert, Satz je nach TARIC-Code zwischen 0 und 25 %) und ggf. Verbrauchsteuer (auf Alkohol, Tabak, Kaffee). Die 22-EUR-Freigrenze ist seit Juli 2021 entfallen - auch auf Kleinsendungen fällt EUSt an.

Der Zollwert als Berechnungsbasis setzt sich zusammen aus dem Warenwert laut Handelsrechnung (Commercial Invoice) plus den Versandkosten und einer etwaigen Versicherung. Auf diesen Zollwert werden zunächst die Zollgebühren erhoben. Die Einfuhrumsatzsteuer wird dann auf den Zollwert plus die gezahlten Zollgebühren berechnet. Bei einem Warenwert von 1.000 EUR, Versandkosten von 200 EUR und einem Zollsatz von 5 % ergibt sich beispielsweise: Zoll = 60 EUR, EUSt = 239,40 EUR (19 % auf 1.260 EUR).

Für bestimmte Warengruppen fallen zusätzlich Verbrauchsteuern an. Das betrifft insbesondere Alkohol, Tabak und Kaffee aus den USA. Die Verbrauchsteuer wird unabhängig von Warenwert und Zoll erhoben und richtet sich nach der importierten Menge. Bei Alkohol beispielsweise beträgt die Branntweinsteuer 13,03 EUR pro Liter reinen Alkohols. Diese Abgaben können den Import aus den USA bei bestimmten Produktkategorien erheblich verteuern.

Import aus USA nach Deutschland - Zolldokumente wie Commercial Invoice, Packing List und Bill of Lading auf Schreibtisch mit ATLAS-System
AbgabeSatzFällig abBerechnungsbasis
Einfuhrumsatzsteuer19 % (7 % ermäßigt)Ab 0 EUR (immer)Zollwert + Zollgebühren
Zollgebühren0-25 % (je nach TARIC)Ab 150 EUR WarenwertZollwert
VerbrauchsteuerProduktabhängigAb 0 EUR (bestimmte Waren)Menge (Alkohol, Tabak, Kaffee)

Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) - Was ist das?

Die Einfuhrumsatzsteuer ist das Pendant zur deutschen Umsatzsteuer für importierte Waren. Der Regelsatz beträgt 19 %, für bestimmte Produkte wie Lebensmittel und Bücher gilt der ermäßigte Satz von 7 %. Die EUSt wird auf den Zollwert zuzüglich der gezahlten Zollgebühren erhoben. Sie fällt auf jede Sendung aus den USA an, unabhängig vom Warenwert - auch bei Sendungen unter 150 EUR.

Gewerbliche Importeure können die gezahlte Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen. Für Unternehmen ist die EUSt daher ein durchlaufender Posten - sie wird bei der regulären Umsatzsteuervoranmeldung verrechnet. Privatpersonen hingegen tragen die EUSt als endgültige Kostenbelastung.

Die Berechnung der EUSt folgt einer festen Formel: (Warenwert + Transportkosten + Versicherung + Zollgebühren) x 19 %. Bei einem importierten Laptop mit 800 EUR Warenwert, 50 EUR Versand und 0 % Zoll (ITA-Abkommen) beträgt die EUSt beispielsweise 161,50 EUR.

Zollsätze und Zolltarifnummer (TARIC)

Jede Ware hat eine spezifische Zolltarifnummer (auch HS-Code oder TARIC-Code genannt), die den Zollsatz bestimmt. Der TARIC-Code ist eine 10-stellige Nummer, die im EU-Zolltarif hinterlegt ist. Die ersten 6 Stellen bilden den international einheitlichen HS-Code, die weiteren Stellen sind EU-spezifisch. Über das EU-TARIC-Portal können Sie den Zollsatz für Ihre Ware kostenlos online ermitteln.

Typische Zollsätze für US-Waren: Elektronik und IT-Produkte sind oft zollfrei dank des ITA-Abkommens (Information Technology Agreement). Maschinen liegen bei 0-6 %, Textilien bei 8-12 % und PKW bei 10 %. Für Pickups gilt ein erhöhter Zollsatz von 22 %. Pharmazeutische Produkte und Medizintechnik werden mit 0-6,5 % verzollt.

Die korrekte Einreihung der Ware ist entscheidend: Ein falscher TARIC-Code führt zu Nachverzollungen und Strafzahlungen. Bei Unsicherheiten empfehlen wir, eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) beim Hauptzollamt einzuholen oder die Zollkosten über CARGOLO berechnen zu lassen.

Freigrenzen beim Import aus den USA

Sendungen aus den USA mit einem Warenwert unter 150 EUR sind zollfrei, aber nicht von der Einfuhrumsatzsteuer (19 %) befreit. Die frühere 22-EUR-Freigrenze entfiel am 1. Juli 2021. Geschenksendungen von Privatperson an Privatperson sind bis 45 EUR komplett abgabenfrei. Der Paketdienst übernimmt die Zollabwicklung für eine Pauschale von ca. 6 EUR.

Bei der Berechnung der Freigrenze zählt der reine Warenwert ohne Versandkosten. Der Zoll beim Import aus den USA richtet sich nach dem deklarierten Warenwert auf der Commercial Invoice. Beachten Sie: Splittet ein Absender eine Bestellung in mehrere Pakete, kann der Zoll die Warenwerte zusammenrechnen. Die Import-Zoll-Freigrenze von 150 EUR gilt pro Sendung, nicht pro Artikel.

Zusammengefasst: Unter 150 EUR Warenwert zahlen Sie beim Import aus den USA nur die Einfuhrumsatzsteuer (19 % bzw. 7 %). Ab 150 EUR kommen die Zollgebühren nach TARIC-Code hinzu. Geschenke bis 45 EUR sind komplett abgabenfrei. Diese Regelung gilt einheitlich für alle Nicht-EU-Länder, also auch für den Import aus den USA. Prüfen Sie bei größeren Bestellungen, ob eine Aufteilung in mehrere Sendungen sinnvoll ist - der Zoll hat jedoch das Recht, zusammengehörige Sendungen zusammenzurechnen.

Kostenübersicht

Was kostet der Import aus den USA? Kostenübersicht

Die Kosten für den Import aus den USA setzen sich aus Warenwert, Transportkosten (Seefracht ab 800 EUR/cbm, Luftfracht ab 4 EUR/kg), Zollgebühren (0-25 % je nach Warengruppe), Einfuhrumsatzsteuer (19 %) und Zollabfertigungsgebühren (80-150 EUR) zusammen. Bei einem Beispiel-Import von 5 Paletten Elektronik (Warenwert 25.000 EUR per Seefracht) liegen die Gesamtkosten bei ca. 32.900 EUR.

Kostenbestandteile beim USA-Import

Die Gesamtkosten für den Import aus den USA nach Deutschland setzen sich aus mehreren Positionen zusammen. Neben dem eigentlichen Warenwert fallen Transportkosten, Zollgebühren, Einfuhrumsatzsteuer und Abfertigungsgebühren an. Eine genaue Kalkulation aller Importkosten vorab ist entscheidend, um die Wirtschaftlichkeit des Imports sicherzustellen.

  • Warenwert laut Commercial Invoice
  • Transportkosten (abhängig von Transportweg und Volumen)
  • Zollgebühren (basierend auf TARIC-Code)
  • Einfuhrumsatzsteuer (19 % auf Zollwert + Zoll)
  • Zollabfertigung / Handling (80-150 EUR)
  • Ggf. Verbrauchsteuer (Alkohol, Tabak, Kaffee)

Bei Kleinsendungen über Paketdienste wie DHL, UPS oder FedEx fällt zusätzlich eine Servicepauschale von ca. 6 EUR für die Zollabwicklung an. Der Paketdienst übernimmt in diesem Fall die Zollanmeldung und streckt die Abgaben vor. Bei DHL Express heißt diese Gebühr "Kapitalbereitstellungsprovision", bei UPS "Brokerage Fee".

Die Transportkosten variieren stark je nach Volumen, Gewicht und Dringlichkeit. Für den Seefrachtimport einer Palette aus den USA sollten Sie mit Kosten ab 800 EUR pro Kubikmeter rechnen. Eine volle 40ft-Containerladung (FCL) kostet ab ca. 2.500-4.000 EUR je nach Route und Saison. Teilladungen (LCL) sind pro Kubikmeter teurer, lohnen sich aber für kleinere Mengen. Die Luftfracht liegt bei ab 4 EUR pro Kilogramm und eignet sich besonders für wertvolle oder zeitkritische Sendungen.

Beispielrechnung: 5 Paletten Elektronik

KostenpositionBetrag
Warenwert25.000 EUR
Seefracht USA-DEab 1.200 EUR
Zoll (5,2 % auf Elektronik)1.362 EUR
Einfuhrumsatzsteuer 19 %5.237 EUR
Zollabfertigung80-150 EUR
Gesamtkostenab 32.879 EUR

Beispielrechnung für den Import aus den USA. Tatsächliche Kosten variieren je nach Warenwert, Transportweg und Zolltarif. Die Import-aus-USA-Kosten lassen sich mit dem CARGOLO-Preisrechner vorab kalkulieren. Transportkosten berechnen

Transportwege

Transportwege für den Import aus den USA nach Deutschland

Für den Import aus den USA nach Deutschland stehen drei Haupttransportwege zur Verfügung. Die Wahl hängt von Volumen, Gewicht, Dringlichkeit und Budget ab.

Der Import aus den USA nach Deutschland dauert per Seefracht 3-6 Wochen, per Luftfracht 2-3 Tage und per Express (DHL, UPS, FedEx) 1-3 Tage. Zusätzlich sollten 1-3 Werktage für die Zollabfertigung in Deutschland eingeplant werden. Die Seefracht-Route von New York nach Hamburg benötigt durchschnittlich 14-18 Tage.

Import aus USA nach Deutschland - Containerschiff mit bunten Frachtcontainern auf dem Atlantik
KriteriumSeefrachtLuftfrachtExpress (KEP)
Laufzeit3-6 Wochen2-3 Tage1-3 Tage
Kostenab 800 EUR/cbmab 4 EUR/kgab 50 EUR/Paket
Ideal fürGroße Mengen, schwere GüterWertvolle, eilige WarenKleine Pakete bis 31,5 kg
CarrierMaersk, MSC, Hapag-LloydLufthansa Cargo, UnitedDHL Express, UPS, FedEx

Seefracht aus den USA

Die Seefracht ist der günstigste Transportweg für den Import aus den USA nach Deutschland. Die wichtigsten US-Abgangshäfen sind New York/New Jersey (Ostküste), Los Angeles/Long Beach (Westküste), Houston (Golfküste) und Savannah (Südosten). Die Ware kommt in deutschen Zielhäfen wie Hamburg, Bremerhaven oder über den niederländischen Hafen Rotterdam an.

Beim Containertransport stehen verschiedene Optionen zur Verfügung: FCL (Full Container Load) für ganze Container ab ca. 2.500 EUR oder LCL (Less than Container Load) für Teilladungen ab 800 EUR/cbm. Gängige Container-Typen sind 20ft (ca. 33 cbm), 40ft (ca. 67 cbm) und 40ft HC (High Cube, ca. 76 cbm). Carrier wie Maersk, MSC und Hapag-Lloyd bedienen die transatlantischen Routen mehrmals wöchentlich.

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Luftfracht aus den USA

Luftfracht ist die schnellste Option für den Import aus den USA nach Deutschland. Die wichtigsten US-Abflughäfen sind JFK (New York), LAX (Los Angeles), ORD (Chicago O'Hare) und ATL (Atlanta). In Deutschland landen die Sendungen meist am Flughafen Frankfurt/Main (FRA), dem größten Cargo-Hub Europas, oder am Flughafen Leipzig/Halle (LEJ).

Luftfracht eignet sich besonders für verderbliche Waren, hochwertige Elektronik, Mustersendungen, Ersatzteile und zeitkritische Lieferungen. Die Kosten ab 4 EUR/kg sind höher als bei Seefracht, aber die Laufzeit von nur 2-3 Tagen macht den Aufpreis bei eiligen oder hochwertigen Sendungen wett. Airlines wie Lufthansa Cargo und United Airlines bieten tägliche Verbindungen zwischen den USA und Deutschland.

Transportkosten berechnen für Luft- und Seefracht.

Anleitung

Schritt für Schritt: So importieren Sie Waren aus den USA

Der Import aus den USA nach Deutschland lässt sich in 6 klare Schritte unterteilen. Von der Lieferantenauswahl bis zur Ware in Ihrem Lager - so gelingt Ihr erster Import.

Dieser Schritt-für-Schritt-Prozess gilt für gewerbliche Importe. Privatpersonen, die Waren aus US-Onlineshops bestellen, können die Schritte 3 und 5 überspringen, da der Paketdienst die Zollabwicklung übernimmt. Bei größeren Sendungen oder regelmäßigen Importen empfehlen wir, eine Spedition zu beauftragen, die den gesamten Prozess für Sie steuert.

Import aus USA nach Deutschland - 6-Schritte Importprozess Infografik
1

Waren und Lieferant auswählen

Definieren Sie das Produkt und finden Sie einen zuverlässigen Lieferanten in den USA. Klären Sie Qualitätsstandards, Mindestbestellmengen und Lieferkonditionen. Prüfen Sie, ob die Ware in der EU zulassungs- oder genehmigungspflichtig ist.

2

Incoterms und Transportweg klären

Vereinbaren Sie mit Ihrem Lieferanten den passenden Incoterm: FOB (Free on Board) für Seefracht, FCA für Luftfracht oder DDP (Delivered Duty Paid) wenn der Lieferant die Verzollung übernehmen soll. Wählen Sie den Transportweg: Seefracht für große Mengen, Luftfracht für eilige Sendungen oder Express für kleine Pakete.

Mehr zu Incoterms: Incoterms im Überblick | FOB (Free on Board) | CIF (Cost, Insurance, Freight) | DDP (Delivered Duty Paid)

3

EORI-Nummer beantragen

Beantragen Sie als gewerblicher Importeur kostenlos eine EORI-Nummer (Economic Operators Registration and Identification) beim deutschen Zoll über das IWM-Portal. Die EORI-Nummer ist Pflicht für jede gewerbliche Zollanmeldung in der EU.

4

Dokumente vorbereiten

Stellen Sie alle erforderlichen Dokumente zusammen: Commercial Invoice (Handelsrechnung), Packing List (Packliste), Bill of Lading (B/L) bei Seefracht oder Air Waybill (AWB) bei Luftfracht, und ggf. ein Ursprungszeugnis (Certificate of Origin). Bei bestimmten Waren sind zusätzliche Einfuhrgenehmigungen erforderlich.

Zolldokumente Übersicht

5

Zollanmeldung und Verzollung

Die Zollanmeldung erfolgt elektronisch über das ATLAS-System. Ermitteln Sie den Zollwert (Warenwert + Transportkosten + Versicherung), bestimmen Sie den Zollsatz über die Zolltarifnummer (TARIC-Code) und zahlen Sie Zoll, Einfuhrumsatzsteuer und ggf. Verbrauchsteuer. Eine Spedition wie CARGOLO kann die Zollabwicklung für Sie übernehmen.

Zollabfertigung bei CARGOLO | Zollkosten berechnen

6

Ware empfangen und prüfen

Nehmen Sie die Lieferung am vereinbarten Ort entgegen und prüfen Sie die Ware gegen die Dokumente auf Vollständigkeit und Beschädigungen. Als Unternehmen können Sie die gezahlte Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen.

Warengruppen

Welche Waren werden häufig aus den USA importiert?

Deutschland importiert jährlich Waren im Wert von über 90 Milliarden Euro aus den USA. Die wichtigsten Warengruppen im Überblick - mit Zollsatz-Beispielen und Besonderheiten für den Import aus den USA nach Deutschland.

Die Top-Importgüter aus den USA sind Maschinen und Anlagen, Elektronik (insbesondere IT-Hardware und Halbleiter), pharmazeutische Produkte, Fahrzeuge und Fahrzeugteile, Chemikalien sowie Agrarprodukte. Je nach Warengruppe variieren die Zollsätze erheblich - von 0 % für IT-Produkte bis zu 22 % für bestimmte Fahrzeugtypen.

WarengruppeZollsatz (EU)Besonderheiten
Elektronik (Laptops, Smartphones)0-4 %Oft zollfrei (ITA-Abkommen)
Maschinen & Anlagen0-6 %Einzelprüfung TARIC nötig
Fahrzeuge (PKW)10 %Pickups: 22 %
Textilien & Bekleidung8-12 %Ursprungszeugnis nötig
Pharma & Medizintechnik0-6,5 %Genehmigungspflicht
AgrarprodukteVariabelSonderzölle möglich
Kosmetik & Nahrungsergänzung0-6,5 %EU-Konformität prüfen

Verbotene und beschränkte Waren

Nicht alle Waren dürfen uneingeschränkt aus den USA importiert werden. Verboten ist die Einfuhr von Waffen und Munition (ohne Genehmigung), bestimmten Kulturgütern und geschützten Tier- und Pflanzenarten nach dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES). Lebensmittel müssen EU-Konformität und die geltenden Hygienevorschriften erfüllen, Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel benötigen eine Zulassung für den europäischen Markt, und Chemikalien unterliegen der REACH-Verordnung.

Für Elektronik mit Funkmodulen (WLAN, Bluetooth) gilt die CE-Kennzeichnungspflicht. US-Geräte mit FCC-Zulassung benötigen zusätzlich eine EU-Konformitätserklärung. Die US-amerikanische Exportkontrolle (EAR/ITAR) kann zudem den Export bestimmter Hochtechnologie-Güter und Dual-Use-Produkte aus den USA beschränken.

Prüfen Sie vor dem Import, ob Ihre Ware genehmigungspflichtig ist. Die zuständigen Behörden sind das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Dual-Use-Güter, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für Lebensmittel und das Bundeskriminalamt für Waffen.

Fahrzeugimport

Auto-Import aus den USA nach Deutschland

Beim Import eines PKW aus den USA fallen 10 % Zoll auf den Fahrzeugwert (inkl. Transportkosten) und 19 % Einfuhrumsatzsteuer an. Bei Pickups beträgt der Zollsatz sogar 22 %. Zusätzlich sind eine TÜV-Einzelabnahme und ggf. Umrüstungen auf EU-Normen (z. B. Scheinwerfer, Abgasanlage) nötig. Die Gesamtnebenkosten liegen typischerweise bei 3.000-8.000 EUR.

Ablauf des Auto-Imports

Der Auto-Import aus den USA nach Deutschland erfordert neben der Verzollung eine TÜV-Einzelabnahme gemäß EU-Vorschriften. US- Fahrzeuge müssen häufig umgerüstet werden: Scheinwerfer (Leuchtweitenregulierung nach ECE), Rückleuchten (EU-Normen mit separatem Nebelschlusslicht), Abgasanlage (EU-Abgasnorm) und Tachometer (km/h-Anzeige statt mph). Je nach Fahrzeugtyp und Umfang der nötigen Anpassungen liegen die Umrüstkosten zwischen 1.000 und 5.000 EUR.

Der Transport erfolgt in der Regel per Containerschiff. Zwei Varianten stehen zur Verfügung: RoRo (Roll-on/Roll-off), bei dem das Fahrzeug auf eigenen Rädern an und von Bord fährt, oder im geschlossenen Container für zusätzlichen Schutz. Die Laufzeit beträgt 3-5 Wochen ab der US-Ostküste, ab der Westküste 5-7 Wochen.

Besonders beliebt beim Auto-Import aus den USA nach Deutschland sind amerikanische Pickup-Trucks, Muscle Cars und Oldtimer. Der Auto-Import aus den USA lohnt sich besonders bei Fahrzeugen, die in Europa nicht oder nur eingeschränkt erhältlich sind. Beachten Sie: Bei Oldtimern über 30 Jahre kann unter bestimmten Voraussetzungen ein ermäßigter Zollsatz gelten. CARGOLO organisiert den kompletten Fahrzeugtransport inklusive Verzollung als Spedition USA - alle Services.

Beispielrechnung Auto-Import

PositionBetrag
Fahrzeugwert (USA)30.000 EUR
Seefracht (RoRo)ab 1.500 EUR
Zoll 10 %3.150 EUR
EUSt 19 %6.584 EUR
TÜV-Einzelabnahmeca. 500 EUR
Umrüstungen1.000-5.000 EUR
Gesamtkostenab 42.734 EUR

Zollpolitik

Aktuelle Zollpolitik USA-EU (Stand 2026)

Seit April 2025 gelten zusätzliche US-Zölle im Rahmen der Handelspolitik: Ein Basiszollsatz von 10 % wurde auf fast alle US-Importe erhoben. Die EU hat mit Gegenzöllen auf ausgewählte US-Produkte wie Whiskey, Motorräder und Agrarprodukte reagiert. Im Rahmen einer Zoll- und Handelseinigung wurde eine Obergrenze von 15 % vereinbart, die für den Großteil der Warengruppen gilt.

Diese Sonderzölle kommen zusätzlich zu den regulären EU-Zollsätzen hinzu und erhöhen die Importkosten aus den USA spürbar. Besonders betroffen sind Stahl- und Aluminiumprodukte (Zusatzzölle von 25 %), aber auch Konsumgüter, Agrarprodukte und Chemikalien. Die Auswirkungen auf die einzelnen Warengruppen variieren erheblich - IT-Produkte unter dem ITA-Abkommen bleiben weitgehend verschont.

Für Importeure bedeutet die aktuelle Handelslage: Kalkulation der Zollkosten vor jeder Bestellung, regelmäßige Prüfung der aktuellen Zollsätze und gegebenenfalls Anpassung der Beschaffungsstrategie. Die Zollpolitik zwischen den USA und der EU ist dynamisch - Änderungen der Zollsätze können kurzfristig eintreten und die Wirtschaftlichkeit eines Imports beeinflussen.

Empfehlung: Die Handelspolitik zwischen den USA und der EU ändert sich regelmäßig. Prüfen Sie die aktuelle Lage vor jedem Import bei der IHK oder auf zoll.de. Als Ihre Spedition für den USA-Handel berät CARGOLO Sie zu aktuellen Zollsätzen.

Aus der Praxis

Customer Success Story: CNC-Fräsmaschine per Seefracht aus den USA importiert

Ein mittelständischer Maschinenbauer aus Süddeutschland benötigte eine spezialisierte CNC-Fräsmaschine aus den USA – ein Schwerguttransport mit komplexer Zollabwicklung und engen Aufstellterminen im neuen Werk.

Die Herausforderung

  • Schwergut: CNC-Maschine mit 8,5 Tonnen Gewicht und Übermaßen
  • Empfindliche Präzisionstechnik – stoß- und vibrationsempfindlich
  • Zollwert über 280.000 EUR mit komplexer Tarifierung
  • Enge Terminvorgabe: Aufstellung im neuen Werk musste zum Produktionsstart stehen

Unsere Lösung

CARGOLO koordinierte den gesamten Import aus den USA nach Deutschland – von der Verpackung in Chicago bis zur Aufstellung in der Produktionshalle:

Flat-Rack Container & Seefracht

  • Buchung eines 40ft Flat-Rack Containers für die Übermaß-Maschine
  • Professionelle Schwergutverladung mit Spezial-Lashing
  • Seefracht-Route Chicago → Bremerhaven (via Great Lakes + Atlantik)

Verpackung & Versicherung

  • Maßgefertigte Holzverschalung mit Stoßdämpfung und Feuchtigkeitsschutz
  • Transportversicherung über den vollen Neuwert (280.000 EUR)
  • Stoßindikatoren und Neigungsmesser zur Transportüberwachung

Zoll & Tarifierung

  • Ermittlung der korrekten Zolltarifnummer (8459 – Werkzeugmaschinen)
  • Zollsatz 1,7 % auf CNC-Fräsmaschinen (Kapitel 84 TARIC)
  • Berechnung: 280.000 EUR Zollwert → 4.760 EUR Zoll + 54.104 EUR EUSt

Letzte Meile & Aufstellung

  • Schwertransport von Bremerhaven zum Werk per Tieflader
  • Koordination mit dem Krandienstleister vor Ort
  • Termingerechte Aufstellung – 3 Tage vor Produktionsstart

Das Ergebnis

Maschine unbeschädigt und termingerecht in der Produktionshalle aufgestellt
Korrekte Zollabwicklung – keine Nachforderungen oder Verzögerungen
Gesamte Importkosten transparent vorab kalkuliert (keine Überraschungen)
Produktionsstart wie geplant eingehalten

Fazit: Der Import von Industriemaschinen aus den USA erfordert Spezialwissen in Schwergutlogistik, Zolltarifierung und Zeitplanung. CARGOLO übernahm die komplette Koordination – der Kunde musste sich um nichts kümmern und konnte pünktlich mit der Produktion starten.

Warum CARGOLO

Warum eine Spedition für den USA-Import beauftragen?

Der Import aus den USA nach Deutschland ist komplex: Zoll, Dokumente, Transportwege. Eine erfahrene Spedition spart Ihnen Zeit, Geld und Nerven.

Professionelle Speditionen kennen die aktuellen Zollsätze, verfügen über etablierte Carrier-Beziehungen und wickeln die komplette Zollanmeldung über das ATLAS-System für Sie ab. Das reduziert Fehlerrisiken und beschleunigt die Abfertigung.

Selbst importieren

  • -Zolltarif selbst recherchieren
  • -Dokumente einzeln vorbereiten
  • -Carrier selbst kontaktieren und verhandeln
  • -Zollanmeldung über ATLAS-System
  • -Fehlerrisiko bei Verzollung
  • -Kein Tracking über alle Stationen

Mit CARGOLO als Spedition

  • 150+ Partnerspeditionen weltweit
  • Digitale Plattform mit Sofort-Angeboten
  • Preisvergleich für See-, Luft- und Express-Fracht
  • Komplette Zollabwicklung inklusive
  • Online-Buchung und Sendungsverfolgung
  • Persönlicher Ansprechpartner

CARGOLO verbindet Sie mit über 150 Partnerspeditionen weltweit. Für den Import aus den USA nach Deutschland bieten wir Seefracht, Luftfracht und Expressversand - alles aus einer Hand, inklusive Zollabwicklung, Sendungsverfolgung und persönlicher Betreuung. Im Vergleich zu traditionellen Speditionen erhalten Sie Sofort-Preise online, buchen digital und verfolgen Ihre Sendung in Echtzeit.

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Häufig gestellte Fragen zum Import aus den USA

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um Zoll, Kosten, Dokumente und Ablauf beim Import aus den USA nach Deutschland.

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