Target-High-Risk-Ware wird entweder mit Hitze behandelt oder begast, etwa mit Sulfurylfluorid. Das passiert offshore, also vor der Abfahrt in Europa, oder onshore nach der Ankunft in Australien. Für die Saison 2026/27 hat das DAFF Ethylformiat als zusätzliches Onshore-Verfahren zugelassen.
Wer in einem Target-Risk-Land wie Deutschland behandeln lässt, braucht einen Behandler, der beim DAFF unter AusTreat als „approved“ gelistet ist. Zertifikate anderer Anbieter erkennt Australien nicht an. Container werden dann in Australien nachbehandelt, Break Bulk wird abgewiesen.
Bei Behandlungen vor dem 1. Dezember gilt ein Fenster von 120 Stunden: In dieser Zeit muss die Ware im Container verplombt oder als Break Bulk an Bord verladen sein. Folien und Transportverpackungen müssen geöffnet werden, wenn sie Hitze oder Gas abhalten. Die Verkaufsverpackung des Herstellers darf geschlossen bleiben.
Im Hamburger Hafen genehmigte die Umweltbehörde 2019 erstmals 20 Begasungsplätze, ausdrücklich wegen der Einfuhrregeln von Ländern wie Australien und Neuseeland, wie das Fachblatt THB berichtete.